Heute, am 9. Mai, der Tag an dem in vielen Ländern Europas der "Tag des Sieges" gefeiert wird, ist der Reichstag wieder ROT beflaggt.

Sowjetsoldat hisst sowjetische Flagge

Mit unserer Aktion erinnern wir daran, dass es die Rote Armee war, die Berlin befreite. Als sowjetische Truppen den Reichstag besetzten, wurde die rote Fahne mit Hammer und Sichel auf dem zerstörten Reichstag gehisst. Dieses Bild ist um die Welt gegangen und seitdem Symbol des Sieges über den Faschismus.

Am 8. Mai 1945 wurde in Berlin-Karlshorst um 23.15 Uhr, d.h. 02.15 Uhr Moskauer Zeit, die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht unterzeichnet. Am 9. Mai 1945 erfuhr die Welt vom ersehnten Ende der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland und Europa. Für Millionen von KZ Häftlingen, ZwangsarbeiterInnen, WiderstandskämpferInnen und die Bevölkerungsmehrheit fast aller Staaten Europas war dies ihre endgültige Befreiung. Dazu hat die Sowjetunion den entscheidenden Beitrag geleistet. Im Kampf für diesen Sieg verlor die Sowjetunion mehr als 20 Millionen Menschen.

Sowjetsoldat hisst sowjetische Flagge

Diesen Tag als Tag der Befreiung und des Sieges zu begreifen, heißt allen Versuchen, Geschichte umzudeuten, entschieden zu begegnen. Wenn unterschiedsloses Gedenken bzw. die Vermischung von Opfern und Tätern dazu dienen soll, die Verantwortung der Deutschen am Zweiten Weltkrieg und an der Shoa zu relativieren, treten wir dem entschieden entgegen.

Sowjetsoldat hisst sowjetische Flagge

60 Jahre nach der Befreiung haben alte und neue Nazis mit ihrem Gedankengut wieder Aufwind und sitzen sogar wieder in Landesparlamenten der Bundesrepublik. Rassismus und Neonazismus sind wieder wählbar geworden. Aufklärungs- und Erinnerungsarbeit spielen im Kampf gegen Neonazismus eine wichtige Rolle. Niemals werden wir jene vergessen, die ihr Leben für die Befreiung vom Faschismus gegeben haben.

Es ist notwendig, ein deutliches Zeichen zu setzen.

Sowjetsoldat hisst sowjetische Flagge

Deshalb fordern wir, den Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und Befreiung vom Faschismus als gesetzlichen Gedenk- und Feiertag in der Bundesrepublik einzuführen. Dies schulden wir der Roten Armee, den Alliierten und uns selbst.

Unterstützen Sie diese Forderung. Lassen Sie nicht zu, dass Geschichte verbogen und umgeschrieben wird.

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